Gemeinde Hemmingen

Seitenbereiche

Seiteninhalt

Aktuelles aus dem Rathaus

Schonung der Tierwelt und der landwirtschaftlichen Nutzflächen

 

Der Frühling ist da und damit zieht es auch die Menschen mit ihren Haustieren wieder hinaus ins Freie. Die Gemeindeverwaltung möchte hiermit einige Hinweise für einen sorgsamen Umgang mit Wildtieren und landwirtschaftlichen Nutzflächen geben.

Schonung der Tierwelt

Hundebesitzer sollten in dieser Jahreszeit bedenken, wie störempfindlich wild lebende Tiere und ihr Nachwuchs in der Laich-, Brut- und Aufzuchtzeit sind. Gerade in der Zeit des Frühjahres bis Ende Juli müssen deshalb alle Spaziergänger und ihre vierbeinigen Freunde auf den Wegen bleiben. Selbst wenn ein Hund bei seinem Auslauf „keine Beute macht“, genügt oft schon eine Störung der Wildtiere und die Aufzucht der Nachkommen bleibt erfolglos. Vor allem bodenbrütende Vögel in offenen Wiesenflächen und in den Hochstauden und Buschbeständen entlang der Gewässer werden durch frei laufende Hunde aufgeschreckt. Oftmals flüchten die Alttiere und der Nachwuchs geht in den Nestern jämmerlich zugrunde. Auch ein „Hundebad“ im Gaichelgraben oder gar im Böhnlachteich bedeutet jetzt eine erhebliche Störung der Tierwelt. Es ist also deshalb wichtig, dass Fußgänger und ihre Hunde in dieser Zeit auf den Wegen bleiben und darüber hinaus das jetzige Betretungsverbot von landwirtschaftlichen Nutzflächen beachtet wird.

 

Betretungsverbot landwirtschaftlicher Nutzflächen

Es ist wieder soweit: Die Bäume schlagen aus und auf landwirtschaftlichen Flächen sprießen die Pflanzen aus der Erde. In diesen Wochen schlägt die Vegetation voll ein.
Auf der einen Seite steht das Tierschutzgesetz, welches Hunden einen artgerechten Auslauf ermöglichen soll. Auf der anderen Seite gibt es für die Landwirtschaft Gesetze, die in bestimmten Jahreszeiten die Flächen schützen sollen. Vor allem zwischen Saat oder Bestellung der Ernte, beim Grünland während der Zeit des Aufwuchses und der Beweidung sollten diese weder von Mensch noch Tier betreten werden. Landwirte bitten daher Hundehalter ihre Vierbeiner in Feldnähe anzuleinen, damit diese nicht in die landwirtschaftlichen Kulturen laufen und ihre Notdurft verrichten. Das gilt auch für Wiesen, denn daraus produzieren Bauern das Futter für ihre Kühe.
Hundekot im Essen ist unappetitlich
Führen Sie sich die Auswirkungen beispielsweise beim Gemüse- und Salatanbau vor Augen: Hundekot gerade in diesen Äckern führt dazu, dass Erntegut verunreinigt werden kann. Für den Verbraucher ist das unappetitlich, wenn der Kot nicht beseitigt wird. Für betroffene Landwirte zieht das erhebliche finanzielle Einbußen nach sich.
Der Gesetzgeber hat für dieses Problem Vorsorge getroffen: Laut dem Naturschutzgesetz ist es Menschen untersagt, landwirtschaftliche Flächen während dieser Vegetationszeit zu betreten. Außerdem sollten Hundehalter den von ihren Hunden abgelegten Kot entfernen. Geschieht das nicht, drohen je nach Ausmaß des Schadens, empfindliche Ordnungsstrafen.
Hundekot aufsammeln und Konflikte vermeiden
Ungeachtet dieser Vorschriften sollten Landwirte wie Hundehalter und Verbraucher sich bewusst machen, dass nur durch gegenseitige Rücksichtnahme ein konfliktfreies Miteinander möglich ist. Die freundliche Bitte von Seiten des Landwirts und das Einhalten der Kotaufnahmepflicht von Seiten des Hundehalters würden zur Vermeidung von Fronten und zu einer entspannteren Situation im Frühling beitragen. Die Gemeinde Hemmingen hat rund um den Ort an den gängigen „Gassirouten“ Hundekottütenspender aufgestellt.
Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG):
§ 44 Abs. 2: Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen während der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden.
§ 44 Abs. 4: Wer die freie Landschaft betritt, ist verpflichtet, von ihm abgelegte Abfälle wieder aufzunehmen und zu entfernen.
§ 69 Abs. 2 Ziffern 5 und 8: Das Verunreinigen von Grundstücken in der freien Landschaft bzw. das Betreten von landwirtschaftlichen Flächen in der Nutzzeit außerhalb der Wege ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 15.000,- € geahndet werden kann.